Velum

gebogene Metallschiene Länge 10 m, 300g Papierbahn 2 x 10 m, Tuschen

Curved metal rail length 10 m, 300g Paper web 2 x 10 m, Ink

Kathrin Kösters Arbeit Velum umhüllt das Vertraute und das Fremde zugleich. Kösters 7 Meter lange Arbeit, die eine Rotationsbahn in der Galerie bildet, schachtelt 6 Figuren, die leeren Kokons ähneln. Die halb-kontrollierte Bewegung der Tusche in Renaissance-Farben führt zu Mustern, die an Gewebe auf Papier erinnern. Sie führen den Betrachter in eine halbwegs bekannte Vertrautheit: In den Zeichnungen deuten die Muster stillschweigend auf das angeborene Wissen um die Existenz von sechs Körpern hin - Körper, die wahrscheinlich ihre Kokons verlassen haben und zwischen den Polaritäten von Wissen und Unwissenheit oszillieren. Der Besucher wird ermutigt, der physischen Struktur des Werks zu folgen, das die Besucher fast selbst einhüllt. Kösters Arbeit nutzt den begrenzten Raum des Ausstellungsortes und fordert eine enge Begegnung mit dem Körper des Betrachters. Diese Begegnung steigert die Spannung des Besuchers, der um das robuste Papierwerk herumgeht, das gleichzeitig ein äußerst zerbrechliches Objekt ist.
von Ece Pazarbasi

Kathrin Köster’s piece Velum envelopes both the familiar and the alien at the same time. Creating a rotation path in the gallery, Köster’s 7 meter long piece nests 6 figures that approximate empty cocoons. The semi-controlled movement of the ink of renaissance colors results in patterns resembling fabrics on paper. They lead the viewer in a semi-known familiarity: in the drawings, the patterns silently indicate the innate knowledge of the existence of six bodies - bodies that have probably left their cocoons oscillating between polarities of knowing and unknowing. The visitor is encouraged to follow the physical structure of the work that almost wraps the visitors themselves. Using the venue’s limited espace Köstner’s work calls for a close encounter with the body of the spectator. This encounter drums up the tension of the visitor walking around the sturdy paper work, which is at the same time an extremely fragile object.
by Ece Pazarbasi

frontviews Tucholskystr, Berlin

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